"Mit bürgerschaftlichem Engagement gegen soziale Kälte"/15. März 2012

Zukunftsdialog

Haus der Bürgerschaft, Bremen, Festsaal, ab 18.30 Uhr: Podiumsdiskussion auf Einladung der Bundestagsfraktion der SPD.

Auszug aus dem Einladungstext: "Wo die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, wachsen die Ressentiments gegen Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft leben: Obdachlose, Langzeitarbeitslose oder Ausländer. Die Feindseligkeit kommt versteckt oder ganz offen daher. Im sozialen Miteinander spielt das Misstrauen eine immer größere Rolle. Mitgefühl und Solidarität sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Wir wollen deshalb eine Diskussion über Zivilcourage anregen, darüber, wie dem Weggucken, der Gleichgültigkeit begegnet werden kann.
Das thematische Feld ist dabei groß. Es reicht vom Engagement gegen Rechtsradikale über das Eintreten für Menschen am Rand der Gesellschaft bis zum konkreten Eingreifen, wenn andere angegriffen werden oder sonst in Not geraten. Und Zivilcourage ist auch ein Bildungsthema. Denn es geht darum, gerade Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie wichtig ein wert schätzendes Miteinander ist – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status."

Eindrücke vom Infoabend/11. Januar 2012

Holger Ihnen, Polizei Bremen und Lisa Ratering, Initiative "Tu was! Zeig´ Zivilcourage!"

aktives Publikum

"Die Kunst zu helfen"

Mittwoch, 11. Januar 2012, 19.00 Uhr, Stadtwaage Bremen, Langenstraße 13

„Zivilcourage – oder die Kunst zu helfen“

„Die Initiative "Tu was! Zeig´ Zivilcourage!" hat sich zur Aufgabe gemacht, Zivilcourage zu fördern und über Zivilcourage in der Öffentlichkeit aufzuklären“ -

so haben es die Teilnehmer und Unterstützer der Initiative in ihrer Präambel festgelegt.

Aus diesem Grund laden wir alle Interessierten zu einem Infoabend ein.

Mittwoch, 11. Januar 2012, ab 19.00 Uhr in die Stadtwaage Bremen, Langenstraße 13.

Hinter der „Kunst zu helfen“ stecken die 6 Regeln für Zivilcourage:

• Ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein
• Ich hole Hilfe
• Ich halte Abstand
• Ich suche Mitstreiter
• Ich kümmere mich um Opfer
• Ich bin Zeuge

Es ist nicht immer einfach, anderen Menschen in einer Notsituation beizustehen. Dazu gehört aber vor allem die genaue Kenntnis von Verhaltensweisen.

Anschaulich und interaktiv möchte die Initiative über die Regeln für Zivilcourage informieren und zu einem regen Austausch einladen.

Der Eintritt ist frei.
Über eine Spende für die Initiative würden wir uns freuen.

Wir bitten um eine Rückmeldung im Vorfeld: info@zeig-courage.de

Die Initiative sammelt Geschichten über Zivilcourage

Wir suchen Stories, Erlebnisse, Begebenheiten und Ideen.

Wie kann das Thema "Zivilcourage" eurer/Ihrer Meinung nach besser in die Öffentlichkeit getragen werden?

Wer hat schon einmal Zivilcourage geübt oder dieses miterlebt?

In welchen Bereichen des Lebens ist Zivilcourage mehr gefragt als bislang?

Zivilcourage "found" oder Zivilcourage "wanted"?

Entweder per Post(karte) oder per mail an info@zeig-courage.de

Auftakt für die Initiative mit Schirmfrau und Senatorin Anja Stahmann, Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer, Norbert Kuntze

Bremen, 19. September 2011 – „Hinschauen, hinhören, mitreden“ lautete das Motto des 1. „Tages der Zivilcourage“, der heute auf dem Bremer Marktplatz stattfand. Die Initiative „Tu was! Zeig´ Zivilcourage!“ rief den Aktionstag ins Leben, um auf das Thema Zivilcourage stärker aufmerksam zu machen. Ein vielfältiges Bühnenprogramm aus Theaterspiel, Musik und Talkrunden beleuchtete die zahlreichen Situationen, in denen Zivilcourage gefragt sein kann.

Die Besucher der Veranstaltung informierten sich an den Infoständen der Polizei Bremen, der BSAG, dem SV Werder Bremen, dem „Weißen Ring“, dem Lidice-Haus sowie den Initiativen „ProMeile“ und „Nachtwanderer“. Senatorin Anja Stahmann, Schirmfrau des „Tages der Zivilcourage“, setzt auf eine Signalwirkung: „Ich hoffe, dass diese Initiative einen Impuls über die Grenzen Bremens hinaus gibt und der 19. September bald in ganz Deutschland der Tag der Zivilcourage sein wird.“ Auch die Fraktionen aller Bürgerschaftsparteien setzten ihr Zeichen für Zivilcourage und unterbrachen die Fraktionssitzungen, um am Aktionstag teilzunehmen. Bei der Kunstaktion „Dein Zeichen für Zivilcourage“ konnte die Besucher mit Handmalfarbe ihr Zeichen auf einem großen Kubus verewigen.

Theaterstücke erläuterten richtiges Verhalten

Wie Zivilcourage geleistet werden kann ohne sich dabei selbst zu gefährden, wurde in alltagsnahen Szenen dargestellt. Die „Wilde Bühne“, ein Theaterensemble ehemals drogenabhängiger Menschen, führte etwa ein Situation zum Mobbing in der Schule auf, die Holger Ihnen, Experte der Bremer Polizei, mit Tipps und Praxishinweisen auflöste. Die 13 Schauspielerinnen und Schauspieler der „Wilden Bühne“ greifen bereits seit vielen Jahren schwierige Themen wie Gewalt und Sucht in ihren Stücken auf und zeigen diese auch an Schulen in Bremen.

Klaus-Dieter Fischer: „Respekt und Toleranz geht uns alle an.“

Auch Fußballbundesligist Werder Bremen nahm am Aktionstag teil. Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer: Zivilcourage gehört in unseren Alltag. Respekt und Toleranz sind Themen, die uns alle angehen. Werder hat deshalb als einziger Fußball-Erstligist einen Ethikkodex für Mitarbeiter, Spieler und Fan-Clubs, der zum aktiven Hinsehen aufruft und Diskriminierung sowie Rassismus den Kampf ansagt.“

Erfahrungen gesucht

Die Aktivitäten der Initiative „Tu was! Zeig´ Zivilcourage!“ gehen auch nach dem Aktionstag weiter. So suchen die Initiatoren beispielsweise Erfahrungsberichte über den Umgang mit Zivilcourage. Diese können per E-Mail an info@zeig-courage.de gesendet werden.

der Radio-Tipp zum Wochenbeginn:

Radio Bremen 1-Interview mit Holger Ihnen,

Präventionsstelle der Kriminalpolizei Bremen.

Montag, 19. September 2011, 9.15 Uhr, UKW 93,8

der Radio-Tipp zum Wochenende:

Radio Energy-Interview mit der Initiative

Sonntag, 18. September 2011, 8.00 Uhr, UKW 89,8

Unser Flyer zum "Tag der Zivilcourage"

Planung der Initiative

Bremen, 8. September 2011 - Die Volkshochschule Bremen wird sich der Initiative anschließen.

Bereits vor dem 1. "Tag der Zivilcourage" Bremen (19. September) werden Veranstaltungen, Diskussionsabende und Aktionen für die Nachhaltigkeit geplant. Gemeinsam mit der Bremer Volkshochschule sollen Fortbildungen im Themenbereich "Zivilcourage" erarbeitet werden.

Bremen, 7. September 2011 - Die Hochschule für Künste Bremen schließt sich der Initiative an.

Mit Ideen und tatkräftiger Hilfe  wird sich die Hochschule für Künste Bremen an der Initiative "Tu was! Zeig´ Zivilcourage!" beteiligen. Insbesondere die Aktion "Ein Zeichen für Zivilcourage" am 19. September wird von der HfK zusammen mit unseren Logo-Entwicklern vom Brasilhaus Bremen betreut und somit eine künstlerische Bestimmung erhalten.

„Ein Zeichen für Zivilcourage“

Am „Tag der Zivilcourage“ Bremen, 19. September 2011, ab 15.00 Uhr auf dem Bremer Marktplatz, können alle Teilnehmer ein Zeichen für Zivilcourage setzen.

Ein Teil des Logos der Initiative sind die drei Hände, die mit Auge, Ohr und Mund symbolisieren: Hinschauen! Hinhören! Mitreden!

Auf dem mit Leinwand bespannten Kubus kann jeder seinen Handabdruck hinterlassen – als Zeichen für Zivilcourage, als Statement „Ich war dabei!“.

Der Kubus geht im Anschluss an den „Tag der Zivilcourage“ für einen bestimmten Zeitraum an die Teilnehmer der Initiative, die dieses Zeichen dann der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Wir werden auf diesen Seiten über den Verlauf der Aktion informieren.

Die "Wilde Bühne" probt für den "Tag der Zivilcourage"

Szene: Opfer und Täter an der Bushaltestelle

Szene: Mobbing in der Schulklasse

Auch Werder zeigt Zivilcourage ! 
  
Bremen, 2. September 2011 – Im August ging die Initiative „Tu was! Zeig´
Zivilcourage!“ an den Start. Nun schloss sich auch der SV Werder Bremen
den Initiatoren an und engagiert sich für das Thema. Klaus-Dieter Fischer,
Präsident des SV Werder Bremen, zum Hintergrund: „Zivilcourage ist ein
Thema, das uns alle angeht. Tagtäglich werden wir mit Situationen
konfrontiert, in denen Zivilcourage gefragt ist. Wir engagieren uns seit Jahren
für Toleranz und gegen Gewalt – mit unseren Fans im Stadion, aber auch
darüber hinaus. Gern unterstützen wir daher auch den ‚1. Tag der
Zivilcourageʼ in Bremen, weil er dazu beiträgt, das Thema aktiv in die
Öffentlichkeit zu tragen. Denn ein faires Miteinander ist nicht nur auf dem
Fußballplatz wichtig.“ Beim ‚1. Tag der Zivilcourageʼ am Montag, den
19. September 2011 auf dem Bremer Marktplatz, wird der SV Werder Bremen
mit seinem Fanprojekt und weiteren Aktionen teilnehmen. Auch zahlreiche
andere Einrichtungen werden vor Ort sein.
 

25. August 2011 - Die Initiative ist nun auf Facebook und auch bei Twitter zu finden! Besuchen Sie uns doch einmal um die aktuellsten Neuigkeiten zu erfahren.

Die neuesten Informationen zum Aktionstag am 19. September finden Sie <hier> auf unserer Facebook-Event-Seite.

 

Bremen, August 2011 – „Zivilcourage ist der Mut, überall unerschrocken seine eigene Meinung zu vertreten“ – so steht es im Duden. Tagtäglich werden wir mit Situationen konfrontiert, in denen Zivilcourage gefragt ist. Ob im Betrieb, in der Schule, in der Schlange im Supermarkt, bei der Erziehung unserer Kinder, in der Bahn, im Bus, auf der Straße, in der Nachbarschaft. Zumeist sind es jedoch die spektakulären Fälle, die darauf aufmerksam machen, wie notwendig eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Zivilcourage ist. Der Fall Dominik Brunner in München hat 2009 die Öffentlichkeit zwar erschüttert und ein großes Medienecho hervorgerufen, ein nachhaltiger breiter Diskurs findet jedoch kaum statt.

„Tu was! Zeig´ Zivilcourage!“ so lautet der Name der Initiative die sich aus diesem Grund nun in Bremen gegründet hat. Ziel ist eine Kooperation unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen, um die Vielzahl der Perspektiven zum Thema „Zivilcourage“ gezielter zu verbreiten und alltagsbezogene Aufklärung zu leisten. Zu den Gründungsmitgliedern der Initiative gehören die Polizei Bremen, die BSAG, der Verein "Bremen kommt", der City Airport Bremen und die Bremische evangelische Kirche. Weitere Unterstützer sind der „Weiße Ring“, das Lidice-Haus, die Initiativen „ProMeile“ und „Nachtwanderer“.

Schirmfrau der Initiative ist die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen Anja Stahmann.

„Wir betrachten es als dringend notwendig, Zivilcourage im Alltag der Menschen zu verankern, um das soziale Klima in der Gesellschaft zu verstärken, um physische und psychische Gewalt in bisherigem Umfang nicht mehr zuzulassen“, erklärt Norbert Kuntze, Sprecher der Initiative. Um dies zu erreichen, braucht es die Förderung sozialer Kompetenzen: Vermittlung von Verhaltensmustern in Notsituationen, Prävention, Opferhilfe, verantwortliches Handeln, allgemeine Aufmerksamkeit gegenüber den Mitmenschen und ehrenamtliches Engagement. Viele Bürger engagieren sich bereits, aber oftmals mangelt es an den Kenntnissen, wie Zivilcourage richtig ausgeübt werden kann, ohne sich beispielsweise selbst zu gefährden.

Mitmachaktionen geplant

Über das Internetportal www.zeig-courage.de stellt die Initiative „Tu was! Zeig´ Zivilcourage!“ künftig Informationen rund um das Thema Zivilcourage bereit. Zudem planen die Beteiligten die Produktion und Streuung weiterer Informationsmaterialien, um das Bewusstsein unter den Menschen für das  Thema zu stärken. Dazu gehören beispielsweise Audiospots die über die Bandbreite des Themas informieren und als Downloads im Internet sowie als Podcast zur Verfügung stehen werden. Darüber hinaus sind Mitmachaktionen geplant: Menschen sollen über das Internet aufgerufen werden, Kurzvideos rund um Zivilcourage zu drehen und über Internetportale und die sozialen Netzwerke zu veröffentlichen, um so einen breiten Diskurs zu entfachen. Diese Videos sollen zudem im öffentlichen Raum sichtbar werden.

19. September: Tag der Zivilcourage

Um das Thema aktiv in die Öffentlichkeit zu tragen, plant die Initiative am Montag, den 19. September 2011 auf dem Bremer Marktplatz den „1. Tag der Zivilcourage Bremen“. Während der Veranstaltung stellen die Akteure der Initiative Beispielprojekte vor, Trainer der Polizei informieren Besucher im richtigen couragierten Verhalten in Alltagssituationen und Theaterstücke zum Thema werden gezeigt. Neben der Schirmfrau der Veranstaltung Senatorin Anja Stahmann haben der Präsident der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber und der Seantor für Inneres und Sport Ulrich Mäurer ihre Teilnahme bereits zugesagt.